Auf den Spuren der Vorzeit! 

Die Hünengräber rund um Meyenburg.

Hünengrab oder Hünenbett ist die volkstümliche Bezeichnung für so genannte Großsteingräber, 
bestehend aus Findlingen, so genannten Megalithen. „Hüne” lässt sich auf das mittelhochdeutsche 
hiune und das niederdeutsche hûne mit der Bedeutung Riese zurückführen - es sollten also Gräber 
oder Betten aus Riesensteinen sein.
Da der Grabcharakter dieser Anlagen inzwischen umstritten ist, bezeichnet man sie als 
Megalithanlagen.
Hünengräber sind die steinernen Zeugen aus dem Zeitraum 6000 bis 4000 v.Chr. (Jungsteinzeit vor rund 
4500 Jahren) in großer Anzahl in Europa vorhanden.
In der Umgebung von Meyenburg gibt es 6 erhaltene Anlagen und es sind nur wenige touristisch 
erschlossen (Beschilderung, Zuwegung etc. fehlen).
Tief im Walddunkel künden bemooste Steine von vergangner Zeit. Runen an Bäumen weisen manchmal 
heimliche Wege zum Hünengrab hin.

Auffinden von Hünengräbern und anderen Vorzeitmonumenten mit  topographischen Karten
und neuerdings auch mit Navigation per GPS . Der neue Volkssport Geocaching macht's möglich.

Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderner Schatzsuche und Schnitzeljagd beschreiben.
 Kurz gefasst: Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller kleiner netter Dinge
 sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch.
 Und veröffentlichen das Versteck in Form von Koordinaten im Internet.



Übersicht Steingräber um Meyenburg
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1.Steingrab Meyenburg-Düngel 
am Wirtschaftsweg "Bei der Neuen Mühle"


Die vorliegende Steingrabanlage besteht aus 21 Findlingen. Die Anlage ist 11,0 m lang, 4,0 m breit und reicht 1,8 m über das Erdniveau. Der größte Stein ist der Deckstein ( Länge2,4m, Breite 1,8m, Höhe 1,3m).Er wiegt ca. 12 Tonnen.


Koordinaten: 53° 16' 51.96" N;  8° 37 37.92" E ; Höhe ca. 16 m ü. NN

 


2.Steingrab Meyenburg-Düngel  

(Wirtschaftsweg "Bei der Neuen Mühle"; vor Autobahnbrücke Waldweg
 in  Richtung NNW  ca.400 m
)

Diese Steingrabanlage befindet sich in einer schönen Lage in einem Wald. Es ist ungefähr 10 m lang, und ist etwa 2100 v.Chr. Kohlenstoff-Datierte. Wie viele andere Stellen in dieses Gebiet sind die meisten der Kronen weg gebracht worden und sind wahrscheinlich zum Bauen benutzt worden, einer der originalen von acht Decksteinen.

Koordinaten: 53° 17' 14.64" N;  8° 37' 36.84" E ; Höhe ca. 20 m ü. NN


3.Steingrab Meyenburg-Düngel  (Forsthaus)

Dieses Steingrab ist in der Nähe vom Haus des Forsthauses . Ähnlich Steingrab  2 , es ist ungefähr 10 m lang und hatte ursprünglich 8 Kronen, von denen 3 immer noch vorhanden sind.
Die Stelle ist Wildflechtzaun eingeschlossen, einige Gymnastik wird man vielleicht brauchen. 

Koordinaten: 53° 17' 18.17" N;  8° 37' 53.54" E ; Höhe ca. 18 m ü. NN


4.Steingrab Vosloge-Düngel 

Die vergessene "Gruft"
Am östlichen Teil des Düngel-Wald ein mit Moos bedecktes Steingrab, diese Stelle sieht aus wie eine vergessene "Gruft". Die eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient. 
Ursprünglich eine 3-Joch-Struktur,Abmessung:  2 x 4 m, jetzt fehlen 2 der Decksteine. Ein Deckstein ist immer noch in Position, einer ist in die Kammer gefallen. Reste eines kreisförmigen Steins können noch erkannt werden.

Koordinaten: 53° 17' 10.82" N;  8° 39' 04.32" E ; Höhe ca. 24 m ü. NN


5. Steingrab Braakheide (Lehnstedt)

Das Großsteingrab auf der Braakheide ist mit seinen fünf Trag- und zwei Decksteinen nur noch die Ruine eines ehemals größeren Denkmals. Eine um 1845 von Hermann Allmers angefertigte Zeichnung zeigt vor dem heute vorhandenen nordwestlichen Bereich des Grabes weitere Trägersteine. Zusammen mit einer Beschreibung vom Ende des 19. Jahrhunderts ist es möglich, eine ungefähr Nordwest-Südost ausgerichtete Kammer mit acht Tragsteinen, vier Decksteinen und zwei Abschlusssteinen zu rekonstruieren. Die Grabkammer wird somit ein Innenmaß von etwa 6,5m x 2,3m besessen haben.
Die heute noch vorhandenen Decksteine weisen auf ihrer Oberseite zahlreiche näpfchenartige Vertiefungen auf, die aber zum Teil stark verwittert sind. Derartige Näpfchen werden immer wieder mit kultischen Handlungen in Verbindung gebracht.
Bemerkenswert ist die Lade des Großsteingrabes auf freiem Felde. Sie entspricht sicherlich der Absicht seiner Erbauer, die ein weithin sichtbares Denkmal errichten wollten.

Koordinaten: 53° 18' 06.12" N;  8° 38' 55.32" E ; Höhe ca. 18 m ü. NN


6 . Steingrab Lehnstedt

 

Unter Lindenbäumen, in der Mitte des Dorfes von Lehnstedt. Leider ist diese Stelle nur eine partielle Rekonstruktion der originalen, größeren Kammer-Gruft; seine anfängliche Konfiguration und Größe ist unbekannt. Nur eine riesiger, flacher Deckstein, mit zahlreichen Tassenflecken auf der oberen Oberfläche, unterstützt von vier Wandsteinen. Geschätztes Alter 2500 v.Chr. 
Diese Ansicht zeigt den unterstützenden Stein, der eingelegt wurde, um die Krone zu halten. Keine "professionellen" Reparaturarbeit!

Koordinaten: 53° 18' 28.58" N;  8° 38' 31.60" E ; Höhe ca. 20 m ü. NN